Lapacho Tee – Wirkung, Zubereitung und Anwendung
Michael SchubertLapacho-Tee erfreut sich wachsender Beliebtheit als traditionelles Heilmittel aus Südamerika. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Wirkung, Zubereitung und Anwendung von Lapacho-Tee – ideal für gesundheitsbewusste Genießer und alle, die natürliche Alternativen suchen. Wir beleuchten die wichtigsten Aspekte rund um Lapacho-Tee: von seiner Herkunft und den botanischen Besonderheiten über die gesundheitlichen Vorteile wie Verdauungsförderung, Stärkung des Immunsystems und entzündungshemmende Wirkung bis hin zu praktischen Zubereitungstipps, möglichen Nebenwirkungen, nachhaltiger Ernte, Geschmack, Anwendungsmöglichkeiten, Lagerung und Kaufquellen. So erhalten Sie einen umfassenden Überblick, ob Lapacho Tee zu Ihren Bedürfnissen passt.
Wichtigste Erkenntnisse
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Herkunft aus dem „Baum des Lebens“: Lapacho-Tee wird aus der Innenrinde des Lapacho-Baumes (Pau d’Arco) gewonnen, der in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas heimisch ist und von indigenen Völkern wie den Inkas seit Jahrhunderten als Heilmittel geschätzt wird.
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Vielseitige traditionelle Anwendung: Der Tee wird traditionell bei Fieber, Magenbeschwerden, Pilzinfektionen, Entzündungen, Leberproblemen, Bronchialbeschwerden und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.
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Reich an Mineralstoffen: Die Lapacho-Rinde enthält hohe Mengen an Eisen, Kalzium, Kalium und seltenen Spurenelementen, die die Bildung roter Blutkörperchen anregen und beim Fasten sowie Entschlacken unterstützen können.
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Besondere Zubereitung erforderlich: Anders als klassische Tees muss Lapacho-Rinde gekocht werden – etwa 1 Esslöffel Rinde mit 300–1000 ml Wasser 5–10 Minuten köcheln lassen, dann 10–20 Minuten ziehen lassen.
- Sicherheit beachten: Schwangere, Stillende und Kinder sollten Lapacho meiden; bei Daueranwendung maximal 4–6 Wochen am Stück trinken, danach eine Pause einlegen.
Was ist Lapacho-Tee?
Lapacho-Tee ist ein traditioneller Heiltee, der aus der inneren Rinde verschiedener Lapacho-Arten gewonnen wird – wissenschaftlich bekannt als Handroanthus impetiginosus (früher Tabebuia). Lapacho-Tee wird aus der Innenrinde des Lapacho-Baumes gewonnen, der in Mittel- und Südamerika heimisch ist. Im Handel finden Sie diesen Tee häufig auch unter den Namen Pau d’Arco, Inka-Tee, Lapachotee oder Toheeba, wobei Toheeba insbesondere in Südamerika als alternative Bezeichnung für den Lapacho-Baum und -Tee gebräuchlich ist.
Der majestätische Lapacho Baum wächst in den tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas. Seine Heimat erstreckt sich von Mexiko über Bolivien und Peru bis nach Paraguay und Brasilien. Diese beeindruckenden Bäume können ein biblisches Alter erreichen – manche Exemplare werden über 500 bis 700 Jahre alt.

Indigene Völker wie die Inkas, Quechua und Guarani verehrten den Lapacho als „Baum des Lebens”. Die Indianer dieser Regionen nutzten die Rinde bereits seit Jahrhunderten sowohl innerlich als Tee als auch äußerlich für Umschläge und Waschungen bei verschiedenen Beschwerden.
Für die Herstellung des Tees wird vor allem die Innenrinde verwendet. Diese wird schonend vom Baum abgeschält und nach dem Trocknen geschnitten oder grob geraspelt. Das Ergebnis ist eine rotbraune Rinde, die beim Aufguss einen charakteristischen rötlichen Tee ergibt.
Ein wesentlicher Vorteil für viele Menschen: Der Tee ist koffeinfrei und erinnert geschmacklich an Rooibos-Tee mit einer süßen Vanillenote. Dadurch eignet er sich hervorragend für den Genuss am Abend oder für Personen, die empfindlich auf anregende Substanzen reagieren.
Nachdem wir die Herkunft und Geschichte des Lapacho Tees kennengelernt haben, betrachten wir nun seine botanischen Merkmale und den Geschmack.
Herkunft, Botanik und Geschmack
Der Begriff „Lapacho” dient als Oberbegriff für mehrere Baumarten der Gattung Handroanthus, die in den tropischen und subtropischen Regionen von Mexiko bis zum nördlichen Argentinien wachsen.
Botanische Merkmale
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Erscheinungsbild: Kräftiger Baum mit extrem hartem Holz (das Kernholz zählt zu den härtesten der Welt) und einer Wuchshöhe von bis zu 30 Metern
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Blüten: Auffällige gelbe, weiße oder rosafarbene Blüten, die während der Blütezeit spektakuläre Farbakzente in die Wälder setzen
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Lebensraum: Vorwiegend in Trockenwäldern, Regenwald-Randgebieten und den Regenwäldern Südamerikas
- Besonderheit: Das Holz ist so widerstandsfähig, dass es traditionell für Werkzeuge und Bauholz verwendet wurde
Nachhaltige Ernte
Die traditionelle Ernte der Lapachorinde erfolgt schonend:
- Nur ein Teil der Rinde wird vom Baum entnommen
- Der Baum überlebt die Ernte und die Rinde kann nachwachsen
- Meist erfolgt die Ernte nur 1–2 Mal pro Jahr von ausgewachsenen Bäumen
- Verantwortungsvolle Anbieter achten auf begrenzte Abnahmemengen pro Baum

Geschmack und Aroma
Der Geschmack von Lapacho Tee überrascht viele Menschen positiv:
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Merkmal |
Beschreibung |
|---|---|
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Grundgeschmack |
Mild, leicht süßlich |
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Aromanoten |
Vanille- und Karamell-Nuancen durch natürliche Vanillinsäure, Veratrumsäure und Anisaldehyd |
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Vergleich |
Erinnert an Rooibos bzw. Rotbuschtee |
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Bei längerer Ziehzeit |
Etwas würzig-herb, leichter Gerbstoffgehalt spürbar |
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Duft |
Angenehm warm, leicht erdig mit süßlichen Noten durch Vanillin und Anissäure |
Lapacho Tee kann pur genossen werden, lässt sich aber auch wunderbar verfeinern – etwa mit Vanille, Zimt, Minze, Honig, Zitrone, getrockneten Apfelstücken oder Fruchtsäften wie Kirschsaft. Er schmeckt sowohl heiß als auch kalt und eignet sich im Sommer hervorragend als erfrischender Eistee.
Nachdem Sie nun die botanischen Besonderheiten und den Geschmack von Lapacho Tee kennen, widmen wir uns im nächsten Abschnitt den Inhaltsstoffen und der gesundheitlichen Wirkung.
Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung
Lapacho Tee gilt in der traditionellen Medizin als vielseitiger Heiltee mit breitem Anwendungsspektrum. Wissenschaftliche Daten sind teilweise noch begrenzt, doch erste Studien bestätigen einige der traditionell zugeschriebenen Wirkungen.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Die Lapacho Rinde zeichnet sich durch ein bemerkenswertes Mineralprofil aus:
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Mineralstoff |
Bedeutung |
|---|---|
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Eisen |
Unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen |
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Kalzium |
Wichtig für Knochen und Muskelfunktion |
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Kalium |
Reguliert Herzfunktion und Blutdruck |
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Magnesium |
Unterstützt Nerven- und Muskelfunktion |
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Zink |
Stärkt das Immunsystem |
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Selen |
Wirkt antioxidativ |
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Phosphor |
Wichtig für Energiestoffwechsel |
Der hohe Eisenanteil macht Lapacho Tee besonders interessant für Menschen mit Mineralstoffmangel oder Erschöpfungszuständen. Die Kombination verschiedener Spurenelemente kann die allgemeine Mineralstoffversorgung des Körpers unterstützen.
Bioaktive Naphthochinonverbindungen
Die eigentlichen „Wirkstoffe” der Pflanze sind die sogenannten Naphthochinone – insbesondere:
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Lapachol: Der bekannteste Inhaltsstoff mit traditionell zugeschriebenen antibiotischen Eigenschaften
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β-Lapachon: Zeigt in Laborstudien Aktivität gegen verschiedene Mikroorganismen
- Weitere Naphthochinonverbindungen: Tragen zu den antimikrobiellen Effekten bei
Erste wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf antibakterielle, antivirale und antifungale Wirkungen dieser Substanzen hin. Eine Rattenstudie zeigte beispielsweise, dass Lapacho-Extrakte die Plasmatriglyzeride um bis zu 27% senken konnten – ein interessanter Hinweis auf mögliche Verbesserung des Lipidstoffwechsels.
Antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften
Lapacho Tee enthält zahlreiche Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützen können. Zudem werden dem Tee entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben, die bei Gelenkbeschwerden und anderen entzündlichen Prozessen unterstützend wirken können.
Traditionelle Anwendungsbereiche
In der Naturheilkunde wird Lapacho Tee bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
Infekte und Immunsystem:
- Fieber und grippale Infekte (fiebersenkend, gilt als „natürliches Aspirin” ohne klassische Nebenwirkungen)
- Schwäche des Immunsystems und allgemeine Abwehrschwäche
- Pilzinfektionen (z.B. Candida) – innerlich und äußerlich anwendbar
Verdauung und Stoffwechsel:
- Magen- und Darmbeschwerden (verdauungsfördernd, entkrampfend)
- Leberbeschwerden und Stauungen im Lymphsystem (entgiftend, ausleitend)
- Unterstützung beim Fasten, Entschlacken und in Detox-Kuren
Weitere Einsatzgebiete:
- Entzündungen im Körper (Schleimhäute, Gelenke, Haut)
- Erhöhter Blutdruck (mild blutdrucksenkend, entspannend)
- Probleme mit den Bronchien (lindernd bei Husten und Verschleimung)
- Beruhigende Wirkung auf das Nervensystem, kann den Schlaf fördern
In der komplementären Medizin werden Lapacho-Extrakte manchmal begleitend bei chronischen Infektionen oder entzündlichen Prozessen eingesetzt. Wichtig: Dies stellt keinen Ersatz für ärztliche Therapie dar – insbesondere nicht bei schweren Erkrankungen wie Krebs, auch wenn manche Reagenzglasstudien interessante Effekte auf Tumoren zeigen.
Lapacho Tee und Extrakte können sowohl innerlich (als Trinkkur) als auch äußerlich (für Waschungen, Umschläge und Bäder) angewendet werden.

Nachdem Sie nun die Inhaltsstoffe und gesundheitlichen Vorteile von Lapacho Tee kennen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt, wie Sie Lapacho Tee richtig zubereiten.
Lapacho Tee richtig zubereiten
Anders als bei klassischen Teesorten aus Blättern muss die harte Lapacho-Rinde gekocht werden, um die wertvollen Inhaltsstoffe optimal zu lösen. Ein einfaches Übergießen mit heißem Wasser reicht nicht aus.
Standard-Rezept für eine Tasse (ca. 300 ml)
- Dosierung: 1 gehäufter Teelöffel bis 1 Esslöffel Lapacho-Rinde
- Aufsetzen: Mit kaltem Wasser in einem Topf aufsetzen
- Kochen: Zum Kochen bringen und 5–10 Minuten leicht köcheln lassen
- Ziehen lassen: Vom Herd nehmen und bedeckt 10–15 Minuten ziehen lassen (für volles Aroma und Wirkung)
- Abseihen: Durch ein feines Sieb geben und genießen
Rezept für einen Liter
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Schritt |
Anleitung |
|---|---|
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Menge |
1–2 Esslöffel Rinde |
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Wasser |
1 Liter |
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Kochzeit |
5 Minuten sieden lassen |
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Ziehzeit |
Insgesamt 15–20 Minuten ziehen lassen |
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Abseihen |
Durch ein feines Sieb geben |

Tipps zur Zubereitung
Geschmacksanpassung:
- Längere Koch- und Ziehzeiten machen das Aroma intensiver und würziger, aber auch herber
- Kürzere Zeiten ergeben einen milderen, süßlicheren Geschmack
- Nicht zu viel Rinde verwenden, da der Tee sonst sehr bitter werden kann
- Experimentieren Sie, bis Sie Ihren idealen Genuss finden
Serviervorschläge:
- Lauwarm oder kalt wird der Tee oft besser vertragen und schmeckt vielen noch angenehmer
- Verfeinern Sie nach Geschmack mit Honig, Kokosblütenzucker, Vanille, Minze, Zimt, Zitrone oder getrockneten Apfelstücken
- Im Sommer eignet sich Lapacho hervorragend als Eistee mit Zitrone oder Fruchtsaft
Material und Lagerung:
- Verwenden Sie zum Zubereiten und Aufbewahren Glas, Keramik oder Edelstahl (kein Plastik oder Metall, um chemische Reaktionen zu vermeiden)
- Lapacho-Rinde kühl, trocken, gut verschlossen und lichtgeschützt aufbewahren – idealerweise in einem Keramik- oder Glasbehälter
- Idealerweise innerhalb von 12–18 Monaten verbrauchen
Nachdem Sie nun wissen, wie Lapacho Tee optimal zubereitet wird, erfahren Sie im nächsten Abschnitt mehr über die verschiedenen Anwendungsbereiche – innerlich und äußerlich.
Anwendungsbereiche: Innerliche und äußerliche Nutzung
Lapacho Tee bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten – sowohl als Trinktee für die innerliche Anwendung als auch für äußerliche Behandlungen.
Innerliche Anwendung als Trinktee
Bei akuten Beschwerden:
- Fieber, grippale Symptome und Erkältungen
- Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen
- Wiederkehrende Infekte und allgemeine Erschöpfung
Zur Unterstützung von Stoffwechsel und Organen:
- Leber- und Lymphsystem-Unterstützung (Entschlackung)
- Begleitend bei Fastenkuren und Detox-Anwendungen
- Bei leicht erhöhtem Blutdruck und Bronchialproblemen (nach Rücksprache mit dem Arzt)
Kur-Anwendung
Für eine intensive Anwendung empfiehlt sich folgendes Schema:
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Parameter |
Empfehlung |
|---|---|
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Tägliche Menge |
0,5–1 Liter Lapacho Tee |
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Maximale Dauer |
4–6 Wochen am Stück |
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Pause |
Mindestens 4 Wochen |
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Wichtig |
Auf individuelle Verträglichkeit achten |

Äußerliche Anwendung
Lapacho Tee eignet sich auch hervorragend für externe Anwendungen:
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Waschungen: Abgekühlten Tee für die Reinigung bei problematischer oder entzündlicher Haut verwenden
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Umschläge und Kompressen: Bei Pilzinfektionen, Ekzemen oder schlecht heilenden Wunden (nur nach ärztlicher Abklärung)
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Badezusätze: Als Teil- oder Vollbad bei Haut- und Gelenkbeschwerden
- Haarspülung: Bei gereizter Kopfhaut kann eine Lapacho-Spülung beruhigend wirken
Praxis-Tipp aus der traditionellen Anwendung
Die restliche gekochte Rinde muss nicht weggeworfen werden. Sie kann:
- Auf betroffene Hautstellen als Umschlag aufgelegt werden
- Im Garten als natürlicher Dünger und Bodenbedeckung für Pflanzen verwendet werden – die Mineralstoffe verbessern die Bodenqualität
Wichtiger Hinweis: Bei ernsthaften Erkrankungen oder ausbleibender Verbesserung ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen. Lapacho dient als ergänzende, nicht als alleinige Therapie.
Nachdem Sie die vielfältigen Anwendungsbereiche kennengelernt haben, widmen wir uns nun der Dosierung, Sicherheit und möglichen Nebenwirkungen von Lapacho Tee.
Dosierung, Sicherheit und mögliche Nebenwirkungen
„Natürlich” bedeutet nicht automatisch „ungefährlich”. Auch bei einem traditionellen Mittel wie Lapacho Tee ist eine verantwortungsvolle Anwendung wichtig.
Empfohlene Trinkmenge
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Anwendung |
Empfohlene Menge |
|---|---|
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Normale Nutzung |
2–3 Tassen pro Tag (ca. 600–900 ml) |
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Kur-Anwendung |
Bis zu 1 Liter täglich |
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Zeitliche Begrenzung |
Maximal 6 Wochen am Stück |
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Pause danach |
Mindestens 4 Wochen |
Mögliche Nebenwirkungen
Bei Überdosierung oder individueller Empfindlichkeit können auftreten:
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Hautausschläge
- Kopfschmerzen
Bei Auftreten dieser Symptome: Einnahme sofort reduzieren oder unterbrechen.
Hochdosierte Produkte
Hochdosierte Lapacho-Extrakte (Kapseln, Tinkturen, Konzentrate) sollten nur in Rücksprache mit einer medizinischen Fachperson eingenommen werden. Sehr hohe Dosen können theoretisch:
- Blutgerinnungshemmend wirken
- Die Leber belasten
Kontraindikationen
Folgende Personengruppen sollten Lapacho-Produkte nur nach ärztlicher Abklärung oder gar nicht verwenden:
- Schwangere
- Stillende
- Kinder
- Menschen mit Blutgerinnungsstörungen
- Menschen mit Lebererkrankungen
- Personen mit blutverdünnenden Medikamenten
Allergische Reaktionen
Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich. Bei bekannten Allergien gegen ähnliche Pflanzen oder bei erstmaliger Anwendung:
- Mit kleinen Mengen beginnen
- Reaktionen des Körpers beobachten
- Bei Unverträglichkeiten die Anwendung beenden
Nachdem Sie die Dosierung und Sicherheitshinweise kennen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt mehr über Nachhaltigkeit und Qualität beim Kauf von Lapacho Tee.
Nachhaltigkeit und Qualität von Lapacho Tee
Da Lapacho aus südamerikanischen Wäldern stammt, spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.
Nachhaltige Ernte-Praktiken
Seriöse Anbieter achten auf:
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Schonende Ernte: Rinde wird nur von ausgewählten Bäumen und Abschnitten abgenommen
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Baum-Erhalt: Der Baum stirbt nicht und die Rinde kann nachwachsen
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Begrenzte Mengen: Kontrollierte Abnahmemengen pro Baum
- Faire Bedingungen: Angemessene Arbeitsbedingungen in den Anbauregionen
Umweltaspekt
Lapacho Tee hat einen langen Transportweg nach Europa, was mit CO₂-Emissionen verbunden ist. Daher empfiehlt sich:
- Bewusster Konsum statt Massenverbrauch
- Qualität vor Quantität
- Lieber seltener, dafür hochwertigen Lapacho genießen
Qualitätsmerkmale beim Kauf
Achten Sie beim Produkt auf folgende Kriterien:
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Merkmal |
Worauf achten |
|---|---|
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Deklaration |
Klare Angabe der verwendeten Baumspezies |
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Herkunft |
Transparente Angabe des Erntegebiets |
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Zertifikate |
Bio- oder Wildsammlungs-Zertifikate wenn möglich |
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Reinheit |
Frei von Pestiziden und Schwermetallen |
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Optik |
Sauber geschnittene, trockene Rinde ohne Schimmel |
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Preis |
Extrem günstige Angebote kritisch hinterfragen |
Kaufempfehlung
Prüfen Sie vor dem Kauf die verfügbaren Informationen zur Herkunft und scheuen Sie sich nicht, per E-Mail beim Anbieter nachzufragen – seriöse Händler geben gerne Auskunft.
Im nächsten Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Lapacho Tee.
FAQ zu Lapacho Tee
Kann ich Lapacho Tee jeden Tag dauerhaft trinken?
Nein, als Dauergetränk ist Lapacho Tee nicht geeignet. Als Kur über 4–6 Wochen ist er gut verträglich, danach sollte jedoch eine Pause von mindestens 4 Wochen eingelegt werden. Dies gibt Leber und Stoffwechsel die Möglichkeit, sich zu erholen und verhindert eine mögliche Überlastung durch die bioaktiven Naphthochinonverbindungen.
Ist Lapacho Tee ein Ersatz für Schmerzmittel oder Antibiotika?
Lapacho wird in der traditionellen Medizin wegen seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften als „natürliches Aspirin” bezeichnet. Dennoch ersetzt er keine verschriebenen Medikamente. Bei ernsthaften Erkrankungen oder bakteriellen Infektionen darf eine ärztliche Therapie nicht eigenmächtig abgesetzt oder ersetzt werden. Lapacho kann ergänzend eingesetzt werden – nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
Darf ich Lapacho Tee während einer Fasten- oder Detox-Kur trinken?
Ja, genau dafür wird Lapacho Tee häufig genutzt. Er wirkt verdauungsfördernd, liefert wichtige Mineralstoffe und soll Leber sowie Lymphsystem anregen. Dies macht ihn zu einer idealen Begleitung während des Fastens und Entschlackens. Dennoch sollte auf ausreichend zusätzliche Wasserzufuhr geachtet werden. Bei Vorerkrankungen empfiehlt sich vorher ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Wie lange ist getrocknete Lapacho-Rinde haltbar?
Bei trockener, kühler und lichtgeschützter Lagerung ist Lapacho-Rinde in der Regel 1,5–2 Jahre haltbar. Aroma und Wirkung sind im ersten Jahr am besten. Verdorbene Ware erkennen Sie an muffigem Geruch, feuchter Konsistenz oder sichtbarem Schimmel. Lagern Sie die Rinde idealerweise in einem Glas- oder Keramikbehälter und legen Sie den Artikel nicht ins Licht.
Kann ich Lapacho Tee mit anderen Kräutertees kombinieren?
Ja, Lapacho lässt sich gut mit anderen Teesorten kombinieren. Häufige und beliebte Kombinationen sind:
- Mit Rooibos für einen noch milderen Geschmack
- Mit Pfefferminze oder Melisse für eine erfrischende Variation
- Mit Ingwer für eine wärmende Wirkung
Dabei sollte die Gesamtmenge pro Tag im Rahmen bleiben – der Lapacho-Anteil sollte 1 Liter nicht überschreiten. Achten Sie auf individuelle Verträglichkeit und beginnen Sie mit kleinen Mengen, um zu testen, wie Sie die Mischung vertragen.